Deutsche Bahn gegen DAF – ein weiterer erfolgreicher Vergleich im Lkw-Kartellstreit

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Die Deutsche Bahn (DB) und der niederländische Lkw-Hersteller DAF haben sich darauf geeinigt, ihren Rechtsstreit über den Lkw-Kartell-Skandal zu beenden. Die beiden Unternehmen haben sich auf einen Vergleich über die Entschädigung geeinigt, die DAF der DB für den durch das Kartell entstandenen Schaden zahlen wird.

Die DB, einer der größten Lkw-Käufer in Europa, hatte die Lkw-Hersteller 2017 auf Schadenersatz verklagt. Die DB behauptete, sie habe während des Kartellzeitraums rund 35.000 Lkw für mehr als 2 Milliarden Euro gekauft und aufgrund des Kartells überhöhte Preise gezahlt. Die DB forderte mehr als 500 Millionen Euro Schadensersatz von den Herstellern.

Die Höhe der Entschädigung wurde nicht bekannt gegeben, soll sich aber „im unteren zweistelligen Millionenbereich“ bewegen. Mit dem Vergleich wird der Streit zwischen den beiden Unternehmen beigelegt und ein weiterer Rechtsstreit vermieden.
Dieser Vergleich folgt einem ähnlichen Trend, denn auch anderen Unternehmen wie Waberer’s, Royal Mail und BT wurde im Jahr 2023 eine Entschädigung im Zusammenhang mit dem Lkw-Kartell zugesprochen.

Es ist bemerkenswert, dass diese Vergleiche dazu beitragen, die Streitigkeiten zwischen Lkw-Betreibern und -Herstellern beizulegen, wodurch beiden Parteien möglicherweise langwierige Rechtsstreitigkeiten erspart bleiben. Sowohl die DB als auch Waberer’s verfolgen jedoch weiterhin aktiv ihre Ansprüche gegen andere Lkw-Hersteller, was darauf hindeutet, dass die Gerichtsverfahren in diesem komplexen Fall noch andauern.

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